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Kontrolle in der Cloud: die 3 wichtigsten Punkte

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Illustration zur Kontrolle in der Cloud

Author: Simon Kilchmann

Category: Cloud / Business / IT-Infrastruktur

Dezember 14, 2021

Angst vor einem Kontrollverlust nach der Cloud-Migration? In diesem Blogbeitrag geht Xelon-CEO und Schweizer Cloud-Pionier Michael Dudli auf den Kontrollaspekt von Cloud-Infrastrukturen ein und erklärt, wie IT-Dienstleister die Herausforderungen in Bezug auf die Kontrolle in der Cloud meistern können.

Wie in unserem Blogbeitrag zur Kostenseite der Cloud beschrieben, wollen mittlerweile die meisten IT-Dienstleister, dass der Systemadministrator selbständig Server in der Cloud aufsetzen kann. Dies führt bis zu einem gewissen Grad zu einem Kontrollverlust, denn wer kontrolliert und genehmigt nun, wie viele Server bei welchem Kunden erstellt werden? Wer hat die Verantwortung für die bezogene Leistung und wer gibt die Rechnung frei? Wenn jemand in einem Kundensystem einen Server erstellt oder in einem Kunden-Tenant mehr CPU, mehr Festplatten zu einem Server hinzufügt – wer stellt sicher, dass dies dem Kunden weiterverrechnet wird? Wie kann garantiert werden, dass der Prozess intern stimmt, damit am Ende des Monats die richtige Rechnung an den Kunden ausgelöst wird?

Laut Xelon-CEO und Schweizer Cloud-Pionier Michael Dudli gibt es im Zusammenhang mit der Kontrolle in der Cloud drei Herausforderungen, die wir hier zusammengefasst haben.

Das sind die grössten Herausforderungen rund um das Thema Kontrolle in der Cloud

«Punkt 1 dreht sich um mangelndes Vertrauen beziehungsweise den Vertrauensaufbau, der natürlich zuerst stattfinden muss. Als Kunde gibt man seine Daten, sehr viele Werte und wichtige operative Systeme heraus. Da ist es wichtig, dass man seinem Cloud-Infrastruktur-Provider vertrauen kann», erklärt Michael.

Möchtet ihr wissen, welche Anforderungen ein guter Cloud-Provider erfüllen sollte? Hier findet ihr eine Checkliste.

«Punkt 2 betrifft die Kosten, wobei oftmals noch nicht ganz klar ist, wie nun die Abrechnung in der Cloud stattfindet. Wie funktioniert das mit der stündlichen Abrechnung, mit verbrauchsorientiertem Pricing und so weiter? Diesbezüglich ist eine sehr grosse Unsicherheit vorhanden», weiss der Xelon-CEO.

Punkt 3 ist der Kontrollverlust im Sinne von Service Ownership. Bei den Modellen Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) geben IT-Dienstleister die Verantwortung für die Hardware- und Virtualisierungsebenen ab. Diese Layer liegen mit dem Bezug von IaaS und PaaS beim Cloud-Infrastruktur-Provider – und das mit allen Vor- und Nachteilen. «Nachteil ist sicher der Kontrollverlust. Man kann nicht mehr jedes Kabel kontrollieren. Was wiederum ein Vorteil ist: Man muss nicht mehr jedes Kabel kontrollieren und eigenhändig Hard Disks einbauen. Beim ersten Kontakt mit Service Ownership sind sich viele Schweizer IT-Dienstleister nicht komplett bewusst, was das für sie heisst. Es ist oftmals unklar, was auf sie zukommt oder nicht mehr auf sie zukommt und was sich letzten Endes für sie ändert», so Michael.

Fallbeispiel: der IT-Dienstleister diverto lagerte seine IT-Infrastruktur aus

diverto ist ein IT-Systemintegrator aus der Region Bern, der bis vor ein paar Jahren zwei eigene Datacenter betrieben hatte. «diverto erkannte aber, dass Service Ownership des unteren Teils (Netzwerk, Datacenter, Hardware) viel zu gross und viel zu teuer ist, sprich unter dem Strich zu viele Ressourcen bindet. Deshalb hat sich diverto dafür entschieden, die ganze Infrastruktur auszulagern und von Xelon betreiben zu lassen», berichtet Michael Dudli. Vor der Cloud Migration wurde in enger Zusammenarbeit zwischen diverto und Xelon ausgearbeitet, welches Level von Service Ownership angestrebt werden soll.

Weitere Ressourcen rund um das Thema Kontrolle in der Cloud gibt es in unserem kostenlosen E-Book «Das kleine Cloud-Einmaleins für IT-Dienstleister». Jetzt herunterladen!

So profitieren IT-Service-Provider von einer Cloud-Migration

Seid ihr euch noch unsicher, ob ihr den Schritt in die Cloud wagen sollt? Hier gibt es eine Übersicht der grössten Vorteile einer Cloud-Migration für IT-Dienstleister.

  • Kosteneffizienz: Statt mit einem eigenen Bare-Metal-Server Leistung auf Vorrat zu hamstern und nur wenig Spielraum für Erweiterungen zu haben, ermöglicht die Cloud den Aufbau und Betrieb einer passgenauen IT-Umgebung. Dank dem Bezug von Cloud-Services kann das Portfolio ohne grosse Investitionskosten erweitert werden und Änderungswünsche des Kunden sind innert kürzester Zeit umsetzbar. Cloud-Services werden oftmals im attraktiven Pay-as-you-go-Bezahlmodell angeboten. Die monatliche Abrechnung nach effektiver Benutzung schont das Budget von IT-Service-Provider und Endkunden.
  • Maximaler Datenschutz: Bei IT-Katastrophen wie Cyber-Angriffen, Grossbränden oder Überschwemmungen verlieren die Endkunden keine wertvollen Daten, da diese extern gespeichert sind.
  • Bessere Kundenbeziehung: Das Wiederverkaufen von Cloud-Services sorgt für wiederkehrende Umsätze, weil die Services meistens im Monatsmodell bezogen werden. Ausserdem wird die Kundenbindung vertieft, da der IT-Dienstleister eine grössere Auswahl anbieten und in Zusammenarbeit mit dem Endkunden individuelle Lösungen entwerfen kann.
  • Mehr Marktanteil: Je nach Zielen, Budget und Innovationspotenzial des Kunden können Cloud-Reseller auch Up- oder Cross-Selling betreiben und somit ihren Marktanteil vergrössern.
  • Zeitersparnis: Mit dem Bezug von Cloud-Services muss wie oben erwähnt keine eigene Hardware aufgebaut werden. Der IT-Dienstleister ist daher nicht mehr für regelmässige Hardware-Revisionen und das permanente Sicherstellen der idealen Bedingungen für Serverräume verantwortlich.
  • Skalierbarkeit: Gemäss dem Beratungsunternehmen Accenture bedeutet Cloud-Technologie, dass Unternehmen aller Grössen «schnell skalieren und sich anpassen, Innovationen beschleunigen, Agilität vorantreiben, Abläufe rationalisieren und Kosten senken können.» Wachsende Betriebe sind darauf angewiesen, dass die IT-Umgebung innert kürzester Zeit angepasst werden kann. Gründe dafür können neue Kunden, zusätzliche Projekte oder das Anstellen neuer Teammitglieder sein. Cloud-Services ermöglichen IT-Dienstleistern, die Infrastruktur ihrer Kunden per Mausklick auszubauen und Änderungen flexibel umzusetzen.
  • Pluspunkte bei potenziellen Angestellten: Agile Teams brauchen eine flexible und stabil funktionierende IT-Infrastruktur. Es muss jederzeit, von überall auf der Welt aus und mit mehreren Endgeräten auf Applikationen zugegriffen werden können. Die Cloud ist stets verfügbar, was IT-Talenten die ideale Arbeitsumgebung zum Testen und Entwickeln neuer Lösungen bietet.

Macht hier den Test, ob eine Cloud-Migration für euch Sinn macht.

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Simon Kilchmann

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